Always Be My Maybe (O-Ton)…

…hat kein Interesse daran, in Sachen Romcom-Klischees das Rad neu zu erfinden, liefert aber innerhalb der selbst gesteckten Genre-Grenzen genügend originelle Kniffe und besitzt mit Ali Wong und Randall Park, welche auch die immer wieder sehr komischen Dialoge mitschrieben, ein entwaffnend charmantes Duo, so dass es locker für vergnügliche anderthalb Stunden Zerstreuung reicht.
Und der kurze Auftritt von Kenau Reeves als arschlöchrige Version von ihm selbst ist schlicht Zucker.

D.C.L.

John Wick – Parabellum…

…zeigt erneut und einmal mehr, dass die Stärken dieses Franchises ums Verrecken nicht in Plot, Figurenzeichnung oder gar tiefergehenden Beobachtungen der Conditio Humana liegen, sondern darin, einem auch mit Mitte 50 noch blendend zum Schießtanz aufgelegten Kenau Reeves dabei zuzuschauen, wie er sich scheinbar mühelos durch die besten Action-Setpieces der Filmgeschichte ballert, sticht und schlägt. Mir zumindest ist diese ehrliche, handgemachte Kiste um Welten lieber als viele der leb- und lieblosen Artverwandten, die einem derzeit sonst so als Genrefilm-Angebot serviert werden.

D.C.L.

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks…

…ist ein kindgerechtes, erfreulich detailverliebtes Werk, welchem es immer wieder gut bis gut genug gelingt, den Charme der Zeichentrickfiguren in die Welt des CGI zu übersetzen.

D.C.L.

Detective Pikachu (O-Ton)…

…ist ein gelungener Buddy-Movie mit einem sehr sympathischen ungleichen Duo, an welchem auch jahrzehntelange Pokemon-Kostverächter ob der netten Film Noir-Parodie und einem hörbar gut aufgelegten Ryan Reynolds ihre Freude haben können.
Nicht mehr, nicht weniger.

D.C.L.

Doubles Vies (O-Ton)…

…ist federleichtes französisches Figurenkino um eine Gruppe von Kunstschaffenden im Bereich Literatur, die sich auf fürs gemeine Publikum sehr anregende, informative Weise über die Zukunft des Buchs streiten und nebenher alle hintenrum miteinander schlafen. Das der Film dabei allzu fulminante Wendungen, ja, gar etwas wie einen wirklich größeren Erzählbogen vermeidet, hinterlässt dabei überhaupt keinen faden Nachgeschmack, dafür ist diese lebendige, lebensfrohe Typenkomödie schlicht in ihren Dialogen zu gut geschrieben und in ihrem Spiel zu fein.

D.C.L.